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Wort des Pastors

ANDACHT Zur `Jahreslosung´ 2026

'Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!' (Offenbarung 21,5)

Mit viel Kunst und Wissenschaft haben alte Teemeister im fernen Japan um das 16. Jahrhundert eine Reparaturmethode entwickelt, die sie `Kintsugi´ nannten. Dabei geht es primär um die `Wertschätzung der Fehlerhaftigkeit´ z.B. eines keramischen Gefäßes. Mit Hilfe von Kitt, Gold- oder Platinlack entsteht dabei aus Scherben wieder etwas NEUES.

Peter Rau
Peter Rau

ÄLTESTER - Pastor
Verkündigung, Gottesdienst
Öffentlichkeitsarbeit & Kommunikation

Zwei zerbrochene Teller mit Goldreparaturen

Ganz ähnlich orientiert ist das `Müllorchester´ in Paraguay. Ein Sozialprojekt, das benachteiligten Menschen die Möglichkeit eröffnet, aus Zivilisations-Müll Musikinstrumente zu bauen, um dem staunenden Publikum klassische Kompositionen zu präsentieren und jungen Musikern den Schritt in die Welt der Profi-Musik zu ermöglichen. Das sind beeindruckende Beispiele, wie aus Altem und scheinbar Wertlosem etwas völlig Neues entstehen kann. Doch die Perspektive der JAHRESLOSUNG 2026 greift weit über den Horizont einer Reparatur oder Restauration hinaus!

 

Wir schreiben das Ende des ersten Jahrhunderts als der alt gewordene Apostel Johannes vom römischen Kaiser Diokletian auf die kleine griechische Insel Patmos verbannt wird. 

Dort empfängt er von Gott einen überaus hoffnungsvollen und tröstlichen Ausblick in die Zukunft der Menschheitsgeschichte und der Welt. Wir kennen seinen Text heute als das Buch der Offenbarung. 

Was für ein Bild der HOFFNUNG sieht Johannes da für die damaligen Christen inmitten der römischen Verfolgung; nämlich dass Gott einst gänzlich NEUE Verhältnisse schaffen wird. Dass ER selbst bei ihnen wohnen wird und alle Tränen von ihren Augen abwischen wird. Dass der Tod nicht mehr sein wird. Kein Leid noch Geschrei noch Schmerz werden mehr sein; denn das ERSTE ist vergangen und Gott schafft etwas GANZ NEUES! - 

Das ist nicht Kintsugi..; das ist keine Reparatur oder Restauration. Sondern NEUSCHÖPFUNG, jenseits unserer Vorstellung und jenseits von allem Vorhandenen. Ein für alle Mal! – Auch wenn wir bis dahin vielleicht in Not geraten, handlungsunfähig werden. Dem Zerfall ganzer Systeme um uns herum hilflos zuschauen müssen.., bleibt JESUS bei seinem Wort. 

ER trägt seine Gemeinde durch und verliert dabei dieses Ziel keine Sekunde aus den Augen. Und wir..? Wir werden dann buchstäblich sein wie die Träumenden (damals; vgl. Ps 126)! Unser Mund wird voll Lachen und unsere Zunge wird voll Jubel sein, weil Gott Dinge tut, die kein Mensch hätte erträumen können. Vielleicht wird es uns dann ganz ähnlich ergehen wie jenen Zwillingen vor ihrer Geburt:

Die Zwillinge begannen ihre Welt zu erforschen. Und als sie die Schnur entdeckten, die sie mit ihrer Mutter verband und die ihnen die Nahrung ab; da sangen sie vor Freude: Wie groß ist die Liebe unserer Mutter, dass sie ihr eigenes Leben mit uns teilt! - Als aber die Wochen vergingen bemerkten sie, dass sie sich verändert hatten; und dass sie diesen Ort womöglich bald verlassen mussten.

 

Ich will aber nicht gehen..! Ich will für immer hierbleiben! – Aber vielleicht gibt es ja ein Leben nach der Geburt..?, entgegnete der Andere..

 

Aber WIE sollte das möglich sein? Wir werden unsere Lebensschnur verlieren, und noch NIE ist jemand von dort hierher zurückgekommen..- Vielleicht gibt es gar keine Mutter..- denn noch keiner hat sie jemals gesehen – wir werden STERBEN..!

Schlafende neugeborene Zwillinge in einem Korb

Dann kam die GEBURT und die Zwillinge mussten ihre Welt verlassen..- sie öffneten die Augen, - sie schriiiien wie noch nie..- aber was sie sahen, übertraf ihre kühnsten Träume!

Ein Jahr lang werden wir 2026 immer wieder daran erinnert, dass dieses `ganz NEUE´, das Gott schafft, kommen wird. Trotz allen Fragen, Unsicherheiten und Schmerzen der Gegenwart. 

Was für ein Trost, was für eine Hoffnung und Motivation ist das für alle, die mit Jesus verbunden sind und IHN kennen. – 

Diese Aussicht möge Euch allen auch an der Schwelle zum neuen Jahr, stärken, tragen und ermutigen durchzuhalten, auch in schwierigen Phasen des Lebens und der Weltpolitik. Denn das NEUE wird kommen! Es kündigt sich vielerorts bereits an!

Ich wünsche Euch ein frohmachendes Weihnachtsfest und einen Guten Start ins neue Jahr!

 

Peter Rau | Pastor BEFG

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